Gemeinsam statt einsam

Lions spenden 5500 Euro aus Weihnachtstombola für SkF-Projekt

Vechta. Der regelmäßige Besuch ist mehr als eine Geste, die Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen wichtig – und zum Kauf der neuen Waschmaschine braucht es einen Zuschuss. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ berät der Sozialdienst katholischer Frauen Vechta e.V. (SkF) ältere Menschen und wirkt gegen Altersarmut. Die Vechtaer Lions Clubs unterstützen dieses unbürokratische Projekt mit 5500 Euro.   

„Altersarmut ist meist weiblich“, weiß Maria Thieke-Wacker, die das SkF-Projekt leitet. „Oft geht es um vermeintlich kleine Dinge wie die Zuzahlung bei Medikamenten“, erläutert SkF-Geschäftsführerin Christiane Priester. „Gerade für Frauen ist es schambesetzt, sich einzugestehen, dass das Geld nicht reicht zum Leben.“ Vorstandsmitglied Theresia Espelage ergänzt, dass auch möglichst niemand auf den Besuch im Café verzichten muss: „Gerade gesellschaftliche Teilhabe ist wichtig.“

Dem Lions Club Vechta Amicitia gehören zurzeit fast 40 Frauen an, dem Lions Club Vechta etwas mehr als 50 Männer. Die 5500 Euro für „Gemeinsam statt einsam“ sind ein Teil des Erlöses, den die Clubs im Dezember mit ihrer achten Weihnachtstombola erzielt hatten – als es die Rekordzahl von 1000 Preisen im Gesamtwert von mehr als 15.000 Euro zu gewinnen gab.

Maria Thieke-Wacker wird von FSJlern und Praktikanten unterstützt, von zahlreichen Ehrenamtlichen. Sie alle werben für das niedrigschwellige Angebot mit Treffen und Veranstaltungen, sie informieren auch vorbeugend. „Wir klären junge Frauen auf, um Altersarmut zu verhindern.“ Klar sei, dass die Zahl der Betroffenen steige. „Aber die Dunkelziffer ist unbekannt und sicher noch viel größer.“

Gegen Altersarmut: Die Vechtaer Lions Clubs unterstützen das SkF-Projekt „Gemeinsam statt einsam“ mit 5500 Euro. Unser Bild zeigt (von links) Andrea Busch, Birgit Kruth (beide Lions), SkF-Geschäftsführerin Christiane Priester, Marcus Ruge (Lions), SkF-Vorstandsmitglied Theresia Espelage, Wilhelm Beckmann (Lions) und SkF-Beraterin Maria Thieke-Wacker. | Uwe Haring